Windows PKI Fehler „Der angeforderte Antragstellername ist ungültig oder zu lang (0x80094001)“

Problem

Beim ausstellen eines neuen Zertifikates mit einem frisch generierten CSR reagiert die Windows Zertifizierungsstelle (CA) in dem Webinterface mit diesem Fehler:

Der angeforderte Antragstellername ist ungültig oder zu lang (0x80094001)

Das gleiche tut Sie auch auf einem englischen Windows, mit einem englischen Fehler:

Error parsing request the subject name is invalid or too long 0x80094001 (CSR)

Lösung

Wenn die CA unter Windows Server 2008 oder früher erstellt wurde, hat diese warscheinlich das gute alte 64-Zeichen Limit für Domains geerbt. Man kann diese (heute) sinnlose limitierung ganz schnell abschalten:

c:\> certutil -setreg ca\EnforceX500NameLengths 0

Die Einstellung ist ebenfalls notwendig, wenn man Wildcard-Zertifikate mit einer Windows CA unterschreiben möchte.

Windows Defender (MsMpEng.exe) deaktivieren (Windows 10 und Windows Server)

Problem

Wärend eines Setups oder einer größeren Aktion auf einer Windows-Maschine kostet der Windows-Defender „MsMpEng.exe“ (der Diensthost des Windows-Defenders) unnötig viel Leistung und Zeit.Trotz der allgemein recht guten Performance des Virenwächters von Microsoft, lässt sich vor allem beim Zugriff auf große Dateimengen einiges an Zeit sparen wenn der Wächter temporär ausgeschaltet wird.

Lösung

In der Regel reicht es schon, an der PowerShell die Realtime-Engine für die Echtzeitüberwachung aus zu schalten. Dann sinkt die Last des Prozesses auf praktisch Null und man kann sofort eine deutlich bessere Performance beim Dateizugriff beobachten. Die Einstellungen werden sofort aktiv und brauchen keinen Neustart.

Windows Defender Echtzeitüberwachung deaktivieren

PS C:\> Set-MpPreference -DisableRealtimeMonitoring $true

Windows Defender Echtzeitüberwachung aktivieren

PS C:\> Set-MpPreference -DisableRealtimeMonitoring $false

Windows Defender Echtzeitüberwachung-Einstellung prüfen

PS C:\> Get-MpPreference | FL *RealtimeMonitoring

Windows-Defender vollständig deinstallieren

PS C:\> Remove-WindowsFeature Windows-Defender, Windows-Defender-GUI

VMware vSphere CLI „Connect to failed. Server SHA-1 thumbprint FF… „

Problem

Die neuen VMware vSphere CLI Tools ab Version 6.0+ (Download v6.5) möchten nicht mehr „einfach so“ eine ESXcli Verbindung aufbauen. Wenn man einen Befehl startet, kommt sofort die Fehlermeldung „Server SHA-1 thumbprint <not trusted>„.

C:\>esxcli -s <SERVER> -u root -p <PASSWORT>
Connect to <SERVER> failed. Server SHA-1 thumbprint: F5:CE:AF:AF:D2:13:48:3D:C2:FB
:EE:C9:22:BE:B8:39:20:09:9D:B5 (not trusted).

Das passiert, weil vSphere heute ganz spontan noch total viel sicherer ist als früher. Blöderweise laufen alle möglichen Scripts damit nun ins leere. Selbstverständlich gibt ESXCLI trotz des Fehlers den Errorlevel 0 („Erfolg“) zurück *seufz*. Naja, mittelfristig geht es eh in Richtung Powershell. Ach nein, die hat das Problem ja auch.

Lösung

Die schnellste und einfachste Möglichkeit: Den Fingerabdruck des Server an der Kommandozeile mitgeben. Die Reichenfolge ist wichtig.

C:\> esxcli -s <SERVER> -u root -p <PASSWORT> --thumbprint <THUMBPRINT> <befehle>

Beispiel:

C:\> esxcli -s 128core-esx01.farm.local -u root -p <PASSWORT> --thumbprint <THUMBPRINT> storage vmfs unmap -l iscsivol36tb-a

Eine ‚permanente‘ Lösung ist dann (zum Beispiel), gar nicht direkt mit dem ESX-Host zu sprechen sondern über den vCenter Server über den Parameter ‚vihost‘ mit dem Host. Das erlaubt es, das vCenter Server Zertifikat vorher in den lokalen Zertifikatsspeicher zu importieren und somit der Maschine zu vertrauen.

  1. Die lokalen vSphere root-Zertifikate herunterladen und in den Stammzertifizierungsstellen-Speicher importierenvmware-root-zertifikat-herunterladen
  2. C:\>esxcli -s <VCENTER-SERVER> -u root -p <PASSWORT> --vihost <ESX-HOST>

 

Microsoft Edge Startseite mit Gruppenrichlinien (GPO) festlegen

Seit der Windows 10 Version 1511+ lässt sich ENDLICH die Startseite des neuen (und recht flottem) Browsers Edge über eine Gruppenrichtlinie vorgeben. Das hat eine Weile gedauert, viele Admins waren verblüfft über die offizielle „geht nicht“ Ansage kurz vorher.

Die nagelneuen passenden ADMX-Templates für Windows 10 (mit Edge) gibt es hier zum herunterladen: https://www.microsoft.com/de-DE/download/details.aspx?id=53430

Unsere Empfehlung ist an dieser Stelle, die neuen ADMX-Files auch direkt im AD Central-Store abzulegen.

Danach findet man die neue Einstellung in der Gruppenrichtlinienverwaltung unter:

Benutzerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Microsoft Edge

 

Windows „Systemshortcuts“ einzeln deaktivieren.

Problem:

Man möchte (aus irgendeinem Grund) einzelne System-Tastenkürzel (z.B. Windows-Taste + L) deaktivieren.

Lösung:

Unter:

HKCU\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Advanced

einen REG_EXPAND_SZ-Wert „DisabledHotkeys“ mit den Werten der zu sperrenden Zusatztasten anlegen.

Möchte man z.B. Windows+L und Windows+E verbieten:

disabledhotkeys-reg