Veeam Update „Warning 1327.Invalid Drive D:\“

Normalerweise sind Veeam Backup&Replication Updates dank der extensiven Q&A-Kultur von Veeam äußerst stressfrei und unter Berücksichtung der neuen Features/Funktionen schnell erledigt. Es gibt aber ein Problem im Setup der aktuellen Versionen (hier: Update 4a) wenn der „Veeam Backup Catalog“ irgendwann einmal verschoben wurde. Das Update-Setup

Warning 1327.Invalid Drive: D:\

Lösung

Der VBRCatalog wurde offensichtlich irgendwann einmal verschoben. Das Setup liesst bei der Installation einmal den Pfad aus der Windows-Freigabe aus, wenn die Installation lokal ist, und versucht diesen veralteten Pfad dann erfolglos zu nutzen.

  1. In der Computerverwaltung unter den Freigaben die Freigabe „VBRCatalog“ prüfen und den Pfad korrigieren (auf die Berechtigungen achten!)
  2. In der Registry diesen Pfad ebenfalls korrigieren: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Veeam\Veeam Backup Catalog (Zeichenfolge: „CatalogPath“ auf den richtigen Pfad ändern, zum Beispel „C:\VBRCatalog“)

Danach das Setup neu starten und schon läuft es wie gewohnt stressfrei durch.

Veeam „Unable to update SQL backupset for instance SQLEXPRESS : Code = 0x80040e09 Code meaning = IDispatch error #3081“

Veeam Backup&Replication beendet seit dem Update 3a alle Backup-Jobs die Windows Server mit einem installierten SQL-Server Express Edition beinhalten mit einem gelben „Warning“ Hinweis. Das passiert auch bei SQL-Servern, deren Application-Aware Benutzer zu wenig Berechtigungen auf den Datenbanken besitzt. Die Maschine an sich wird aber gesichert.

Die Warnung lautet

Unable to update SQL backupset for instance SQLEXPRESS : Code = 0x80040e09
Code meaning = IDispatch error #3081 Source = Microsoft OLE DB Provider for SQL Server
Description = The UPDATE permission was denied on the object 'backupset', database 'msdb', schema 'dbo'.

Das passiert, weil der Benutzer der von Veeam für das Application-Aware Processing genutzt wird, standartmäßig zu wenig Berechtigungen in einer SQL Express Edition (EE) Datenbanken besitzt um die Transaktionsprotokolle zu markieren. Der Fehler tritt erst seit Update 3a auf, weil Veeam dort das Verhalten des Agenten geändert (=korrigiert) hat.

Lösung

Die Berechtigungen in der Datenbank müssen nur schnell angepasst werden. Das geht am einfachsten mit dem SQL Management Studio. Standartmäßig steht eine SQL-Express Instanz alledings nur auf dem lokalen Host zu Verfügung, weswegen man das SSMS entweder auf dem betrroffenen Server installieren muss, oder die SQL-Instanz über das Netzwerk erreichbar macht.

Welche Application-Aware Processoin Credentials werden verwendet?

Das kann man direkt im Job nachschlagen, unter Guest Processing > Guest OS Credentials.

Dann …

  • SSMS „Als Administrator“ starten und mit localhost\sqlexpress verbinden
  • Falls noch nicht geschehen, unter Sicherheit > Anmeldungen den betreffenden Benutzer hinzufügen.
  • Dann dem Benutzer links unter „Serverrollen“ die Rolle „sysadmin“ zuweisen.

Veeam Warnung „Backup location is getting low on free disk space“ und „Disk NAME is running low on free space“

Veeam Backup Location is getting low on free disk spaceVeeam schickt ab und zu Nachrichten mit der Meldung „Backup location is getting low on free disk space“, oder genauer „Backup location [BLAH] is getting low on free disk space (3,0 GB free of 1,5 TB)“. Das ist im Prinzip sehr gut und kann hilfreich sein. Bei großen Backup-Repositories nervt das aber etwas, denn da sind die absoluten Werte in der Regel größer. Veeam prüft den freien Speicherplatz in jedem Repository einzeln. Gibt es weniger als 10% freien Speicherplatz, erscheint eine Meldung im Job.

„Backup location is getting low on free disk space“ Schwellenwert konfigurieren

  • In der Registry
    HKLM\Software\Veeam\Veeam Endpoint
  • REG_DWORD Wert „BackupRepositoryFreeSpaceThresholdPercent“ erstellen
  • Wert in absoluten Prozent eintragen (z.B. 5 für 5%). Default ist leer für 10%.
  • Veeam-Backup-Service neu starten
    sc stop VeeamBackupSvc && sc start VeeamBackupSvc

„Disk <Foo> is running low on free space“ Warnung abschalten

Ähnlich verhält sich Veeam bei der Prüfung des freien Platzes auf den Server-Laufwerk. Sinnvoll ist das nicht immer, vor allem nicht bei Recovery- oder eigenen Sicehrungspartitionen.

  • In der Registry
    HKLM\Software\Veeam\Veeam Endpoint\
  • REG_DWORD Wert „DisableVolumeFreeSpaceCheckWarning“ mit dem Wert „1“ erstellen
  • Veeam-Backup-Service neu starten
    sc stop VeeamBackupSvc && sc start VeeamBackupSvc

Veeam: Updates cannot be installed because some processes are active. Please finish all restore processes …

Bei einem Update von Veeam Backup and Replication kommt es gerne zu einem etwas verwirrenden Fehler:

Update cannot be installed, because some processes are active.
Please finish all restore processes, stop and disable all jobs, close the user interface, and try again. 
If you still get this message, restart the server and wait for a few minutes before trying again.

Es laufen aber ganz sicher keine Backup-, Restore-, oder Copy-Jobs mehr.

Lösung

Den „Veeam Backup Service“ beenden. Aus unerfindlichen Gründen schafft das Setup es nicht immer, diesen korrekt zu schliessen.

C:\> sc stop VeeamBackupSvc

Falls das nicht hilft, einmal die Backup-Maschine neu starten.

VMware vSphere „Der Vorgang ist im aktuellen Zustand nicht zulässig“

Problem:

Unter VMware lässt sich *auf einmal* kein Snapshot einer Maschine mehr erstellen oder löschen. Das Betrifft selbstverständlich auch Snapshot-basierte Backuplösungen.

Auch eine Migration der Maschine auf einen anderen Host oder Datastore ist nicht mehr möglich.

Es wird die Meldung „Der Vorgang ist im aktuellen Zustand nicht zulässig.“ („The operation is not allowed in the current state.“) angezeigt und auf dem zugehörigen ESX-Host findet man im hostd.log folgenden Eintrag:

error 'Vmsvc.vm:/vmfs/volumes/DATASTORE/VMNAME/VMNAME.vmx'] Invalid transition requested (VM_STATE_ON_SHUTTING_DOWN -> VM_STATE_CREATE_SCREENSHOT): Invalid state

Lösung:

Das Problem lässt sich in der Regel durch einen Neustart der Management-Agents auf dem jeweiligen ESX-Host beheben.

Dazu zunächst SSH auf dem ESX aktivieren (vSphere Client am Host anmelden -> Konfiguration -> Sicherheitsprofil)
und sicherstellen, dass die VMs nicht mit dem Host Starten/Herunterfahren (vSphere Client am Host anmelden -> Konfiguration -> VM starten/herunterfahren -> Virtuelle Maschinen mit dem System starten und beenden auf Deaktiviert stellen)

Dann per SSH auf den Host verbinden und die Management-Agents neustarten:

/etc/init.d/hostd restart
/etc/init.d/vpxa restart

Veeam Backup & Replication: „RPC error: Zugriff verweigert Code: 5“

Problem

Veeam Backup and Replication sichert „auf einmal“ eine oder mehrere VM-Gastmaschinen nicht mehr, oder nur mit einer Warnung (je nach Application-Processin Einstellungen). Das passiert nach einem Upgrade der betroffenen virtuellen Maschinen auf Windows Server 2016. Die Fehlermeldung im Veeam-Bericht lautet:

Failed to prepare guest for hot backup. Details: Failed to check whether snapshot is in progress (network mode).

RPC function call failed. Function name: [IsSnapshotInProgress]. Target machine: [SERNAME.DOMAIN.TLD]. RPC error:Zugriff verweigert Code: 5
 Failed to index guest file system. Veeam Guest Agent is not started

Lösung

Bei Windows Server 2016 müssen die Credentials nicht mehr im UPN-Format ([email protected]) angelegt sein, sondern imklassischen NT-Format (DOMAIN\username). Warum das plötzlich so ist, wissen wir leider nicht und konnten das auch noch nicht herausfinden. Wenn man die Credentials aber entsprechend ändert, klappt die Application-Processing Sicherung aber sofort wieder.

Veeam Backup and Restore FQDN des vCenter servers ändern

Problem

veeam-vcenter-ip-aendernNach dem Upgrade des vCenter Servers oder der VCSA (vCenter Server Appliance) hat der neue Server eine neue Identität, also eine neue IP oder einen neuen (externen) DNS-Namen. Die Registrierung in der Veeam Console unter Backup Infrastructure > VMware vSphere Servers > vCenter Servers lässt sich aber im GUI nicht ändern.

Hinweis: Der interne Hostname der Appliance unter Network > Hostname kann nicht geändert werden. Ändert man diesen (zum Beispiel via SSH in der Datenbank), fällt einem der Himmel beim nächsten Reboot der Appliance auf den Kopf. TUT DAS NICHT.

Lösung

Sofern die vCenter Server Datenbank mit den Maschinen-IDs unverändert ist, wie nach einer Migration in der Regel der Fall, lässt sich die Serveradresse an der (Administrator-)PowerShell ändern.

PS C:\> Add-PSSnapin -Name VeeamPSSnapIn -ErrorAction SilentlyContinue
PS C:\> $Servers = Get-VBRServer -name "VCENTEROLDIPORFQDN"
PS C:\> $Servers.SetName("VCENTERNEWIPORFQDN")

Danach nur noch die Veeam-Console neu verbinden und einen rescan auf dem vCenter-Server starten, Fertig.

Update: Es gibt jetzt auch einen offiziellen Veeam KB-Artikel dazu.