RDS (Remote Desktop Server oder Terminal Server) Lizensierungsmodus festlegen

Problem

Der frische Terminalserver (RDS-Host) ist installiert und nagelneue RDS-CALs sind gekauft und hinzugefügt. Leider zeigt die Terminalserver Lizenzdiagnose immernoch diesen Fehler an:

Legen Sie den Lizenzierungsmodus auf dem Remotedesktop-Sitzungshostserver entweder auf "Pro Benutzer" oder auf "Pro Gerät" fest. 
Verwenden Sie den Remotedesktoplizenzierungs-Manager, um die entsprechenden Lizenzen auf dem Lizenzserver zu installieren.

In dem so nett vorgeschlagenen Terminalserver Lizenzmanager lässt sich diese Einstellung aber nicht finden.

Lösung

Das geht nur in der Lokalen- oder Gruppenrichtlinie. Man öffne die Lokale Computerrichtlinie (Ausführen > gpedit.msc) und stelle den Modus in diesem Pfad korrekt ein:

Lokale Richtlinie -> Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows-Komponennten -> Remotedesktopdienste -> Remotedesktopsitzungs-Host -> Lizenzierung

Hier ergeben zwei Einstellungen Sinn:

„Angegebene Remotedesktop-Lizenzserver verweden“: Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie die Reihenfolge angeben, in der ein Remotedesktopsitzungs-Hostserver versucht, Remotedesktop-Lizenzserver zu finden.

„Remotedesktop Lizenzierungsmodus festlegen“: Mit dieser Richtlinieneinstellung können Sie den Typ der Remotedesktopdienste-Clientzugriffslizenz (Remotedesktopdienste-CAL) festlegen, die erforderlich ist, um eine Verbindung mit diesem Remotedesktopsitzungs-Hostserver herzustellen.

 

Outlook 2010/2013 „Diese Ordnergruppe kann nicht geöffnet werden. Fehler bei der Anmeldung an Microsoft Exchange“

Problem

Ein Outlook-Client möchte freigegebene oder „gemeinsam genutzte“ Mailboxen („Gemeinsame Ordner“) von einem Exchange Server 2010/2013 nicht mehr freiwillig öffnen. Das passiert bei Exchange 2013 nach der Installation von CU5 (oder höher) aber auch sporadisch. Die Ordner werden zwar weiterhin per Automapping ins Outlook eingebaut und sind dort sichtbar, können aber nicht geöffnet werden. Manchmal sind die Ordnernamen dort auch nicht mehr korrekt, sondern es wird nur noch ein Name mehrfach hintereinander angezeigt.

Achtung: Die selben Symptome treten auch auf, wenn eine PST-Datei mit Outlook verbunden ist, die nicht richtig glesen werden kann. Bei wiederspenstigen PST-Files hilft aber SCANPST („%ProgramFiles(x86)%\microsoft office\officeNN“) schnell und zuverlässig weiter.

Lösung

Es gibt da einen „Effekt“ bei der Anwendung der Exchange-Updates (CU5/CU6/CU7 bisher). Was genau die Ursache ist wissen wir nicht und betrachten es auch nicht als unsere Aufgabe, den Fehler zu suchen. Fakt ist, das die Automapping-Services tatsächlich falsche Daten an einge Outlook-Clients übergeben. In der XML-Datei sind tatsächlich doppelte Ordnernamen und falsche IDs enthalten.

Der Fehler kann manuell schnell (wir sind ja hier bei ugg.li) behoben werden, durch die Umgehung der AutoMapping-Funktion:

  1. Rechte auf dem betroffenen Postfach erst entfernen
    Remove-MailboxPermission -Identity GEMINSAMESPOSTFACH -user USERNAME -AccessRights FullAccess -InheritanceType All
  2. Dann die Rechte wieder hinzufügen, ohne Automapping
    Add-MailboxPermission -Identity GEMEINSAMESPOSTFACH -user USERNAME -AccessRights FullAccess -InheritanceType All -AutoMapping $false
  3. Gemeinsam genutze Postfächer manuell im Outlook-Profil verbinden (Profil Ändern > Erweiterte Einstellungen > Tab „Erweitert“ > hinzufügen). Dann klappts auch wieder mit dem Zugriff.

 

Terminal Server Windows-Update benachrichtigung entfernen

Problem

windows-update-benachrichtigungBenutzer erhalten auf Windows 2008/2008R2/2012/2012R2 Terminalservern (RDS) die Benachrichtigung das neue Updates zur Verfügung stehen. Je nach Konfiguration nervt das gelbe Popup die Benutzer auch gerne.

Lösung

Die Benachrichtigung lässt sich per Gruppenrichtlinie (GPO) entfernen:

Benutzerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows Update > „Zugriff auf alle Windows Update-Funktionen entfernen“

Den Eintrag auf „0 – Keine Benachrichtigungen anzeigen“ setzen.

HP Networking Utility (und ähnliches) entfernen

Problem

Nach einer De-Installation des HP PSP (Service Pack for Proliant) verbleiben noch Tools wie das HP Networking Utility, der Headless Registry Updater und Reste verschiedener Agenten auf dem System. Es gibt keinen Uninstaller dafür und die manuelle Entfernung dauert zu lange.

Lösung

hpps-cleaner

Es gibt einen HP PSP Cleaner. Aufrufen, starten, sauber booten fertig. Grade nach P2V-Aktionen hilft das sehr gut weiter. Der Cleaner wurde gebaut von ctxadmtools, ist aber (wie immer) hinter einer login-email-registrierungs-wal versteckt. Zum Glück gibt es einen lokalen mirror (nur für admins). Download HP Service Pack for Prolian Cleaner (mirror).