Das Windows Feature „Mark of the Web“ (MotW) oder auch „Zone.Identifier“ im Dateisystem genannt, markiert aus einer unsicheren Quelle (z. B. aus dem Internet oder als E-Mail-Anhang) herunterladen Dateien.
Tecninsch: Im (NTFS- und ReFS-) Dateisystem werden Metadaten in einem Anhang namens „Zone.Identifier“ mit Dateien mitgespeichert. Das ist Applikationssache, aber praktisch alle Browser und E-Mail-Programme heute unterstützen diese Funktion.
Damit Dateien mit so einer Markierung ihre volle inhaltliche Wirkung entfalten können, müssen diese erst über das Kontextmenü > Eigenschaften „zugelassen“ werden.
Das gilt ärgerlicherweise auch für die Vorschau von PDF-Dateien. Man könnte heute vermuten, die Menschheit (einschliesslich der Erfinder des Formats) haben mittlerweile eine sichere Lösung erfunden – aber nein.
Lösung
Man kann MotW in einer Pro-Benutzer-Einstellung abschalten, aber grundsätzlich hat dieses Sicherheitsfeature einen sinnvollen Grund. Wir Admins mögen das auch.
Um nun mehrere Dateien in einem Verzeichnis zuzulassen, reicht ein PowerShell-Einzeiler:
Get-ChildItem "C:\EXAMPLE-RECHNUNGEN" -Filter *.pdf | Unblock-File
Je nach Anwendungsfall, lässt sich das Script rekursiv oder mit mehr oder weniger Filtern verwenden. Beispiel:
Get-ChildItem "$env:USERPROFILE\Downloads\Eingang" -Recurse -Filter *.pdf | Unblock-File
Somit haben sich hundert Klicks auf viele neue Dateien immerhin auf einen Doppelklick reduziert.
