Die Empfängerrichtlinie ‘Default Policy’ mit Postfach-Manager-Einstellungen kann nicht über die aktuelle Version der Exchange-Verwaltungskonsole verwaltet werden

Bei einer Migration von Exchange 2003 nach 2007/2010 kann es mal zu einem seltsamen Effekt kommen. Nach Abschluss der Postfachmigration wird ja in der Regel die „Default Policy“-Empfängerrichtlinie via

Set-EmailAddressPolicy „Default Policy“ -IncludedRecipients AllRecipients

umgestellt. Dies muss auch sein, da sich sonst die E-Mailadressrichtlinie (ab 2007 heisst das nicht mehr Empfängerrichtlinien, sondern Adressrichtlinie) nicht mit der EMC bearbeiten lässt. In der Regel klappt das auch. Manchmal gibt es aber den kreativ anmutenden Fehler:

Set-EmailAddressPolicy : Die Empfängerrichtlinie ‚Default Policy‘ mit Postfach-Manager-Einstellungen kann nicht über die aktuelle Version der Exchange-Verwaltungskonsole verwaltet werden

Liesst sich ein bisschen wirsch. Nach viel suchen kommt heraus: Der Postfach-Manager ist eine superselten genutzte Funktion von Exchange 2003. Inhalte aus Postfächern können damit automatisch bearbeitet werden, z.B. kann der fiese Admin alles was älter als 30 Tage ist damit löschen (oder ausdrucken oder so). Exchange 2007/2010 kennt das nicht mehr; Microsoft hat die Funktion an sich allerdings deutlich erweitert und der geneigte Admin kennt diese nun als „Richtlinien zum Verwalten von Nachrichtendatensätzen„. In meinem speziellen Fall stammen die Einstellungen von einer Exchange-nahen Faxlösung aus der frühen Steinzeit.

Lösung: Einfach alle alten Postfach-Managereinstellungen (beabsichtigt oder nicht) entfernen. Und das geht so:

  • Exchange Systemmanager (ja, das ding von 2003) öffnen
  • Rechte MT auf die „Default Policy“ und unter
  • „Eigenschaftenfenster ändern“ den Haken bei den Postfachmanagereinstellungen entfernen

Danach geht auch die Übernahme mir set-EmailAddressPolicy auch sofort.

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