Grade beim mergen mehrerer Domains mag es manchmal umständlich sein, zuerst alle Benutzer [und Administratoren] auf die Verwendung von FQDNs zu trainieren, um einen dieser Namen dann wieder entschwinden zu lassen und dieses Verhalten wieder abzugewöhnen. Die Suffix-Suchliste ist ein String mit der Optionsnummer 119 und wird so zum Windows-DHCP hinzugefügt:
- DHCP-MMC öffnen -> Server verbinden
- Auf den Server -> IPv4 -> Rechte MT -> Vordefinierte Optionen festlegen
- Unter „Optionsklassenstandard“ die Option hinzufügen:
- Unter Name was tolles vergeben (z.B. „DNS-Suffix-Suchliste“)
- Den Code auf 119 und die Zeichenfolge Datentyp (kein Array) stellen
- Ok -> Ok
- Bereichtsoptionen konfigurieren -> 119 auswählen, konfigurieren fertig.
Windows 2000/XP/Vista/7/8/8.1 lesen die Option 119 vom DHCP nicht aus.
Für Windows XP und höher gibt es aber die feinen Gruppenrichtlinien. Da lassen sich natürlich auch Suffixe festlegen: Unter
Computerkonfiguration -> Richtlinien -> Administrative -> Netzwerk -> DNS
findet sich die Suchlistenkonfiguration (und ist hier auch gut dokumentiert).
Redundante DHCP-Server sind eine feine Sache. Microsoft geht sowas gerne mit der 70/30 Methode an, andere Hersteller haben andere Zahlen – nutzen aber die selbe Technik. Die Proportionen sind natürlich jeweils anpassbar, die Taktik aber gleich: Man baut einfach identische DHCP-Server, schliesst aber jeweils die Hälfte der Adressen (oder 70% und 30%) von der Verteilung pro Server aus. Funktioniert gut, ist aber nicht die performateste Möglichkeit – und löst das Problem der Reservierungen nicht. Reservierungen müssen jeweils auf beiden (oder mehr) Servern angelegt werden, sonst endet ein Client gerne mal mit einer falschen (oder vermeintlich reservieren) Adresse.
