Druckverwaltung („Print Management“) unter Windows 11 oder Windows Server schnell anb der Kommandozeile nachinstallieren

Zeit für einen kurzen „zu oft gegoogelt“ Snippet.

Wie installiert man das sinnvollste jemals von Microsoft zur Druckerverwaltung bereitgestellte „Print Management“ (Druckverwaltung) unter Windows 11 oder Windows Server (2022/2025+) nach? Wie kann man die Druckverwaltung schnell (Windows-Schnell) hinzufügen?

Wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, dieses Tool nicht automatisch überall installiert zu haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Der Spooler wird ja auch installiert.

Lösung

Eingabeaufforderung (CMD), Als Administrator

dism.exe /online /add-capability /capabilityName:Print.Management.Console~~~~0.0.1.0

PowerShell

Get-WindowsCapability -Online -Name "Print.Management.Console*" | Add-WindowsCapability -Online

Klassisches Outlook ersetzt Umlaute und Sonderzeichen beim Senden durch Fragezeichen

Dass Microsoft seit 2025 ein ausgewachsenes Vibecoding-Problem hat, ist Eingeweihten nicht neu. Hier das neueste „kreative“ Office-Problem.

Problem

Wenn man Umlaute in eine E-Mail verwendet (ä, ü, ö) oder Sonderzeichen nutzt (Wie das Durchmesser-Symbol „⌀“) werden diese als Fragezeichen verschickt. Das Fragezeichen bleibt auch in den „Gesendeten Objekten“ als solches erhalten.

Lösung

Laut dem zugehörigen Microsoft-Artikel ist das Problem zwar schon länger bekannt, aber es gibt noch keine Lösung:

https://support.microsoft.com/de-de/topic/das-klassische-outlook-ersetzt-akzentierte-und-erweiterte-zeichen-durch-fragezeichen-c1fdb067-38ca-464a-bcb1-bd657a85e1d3

Es gibt aber zwei Workarounds.

Workarounds

Workaround #1: Das neue Outlook (…) oder Outlook Web Access (OWA) verwenden. Dort tritt der Fehler bisher nicht auf. Vermutlich bis es ein noch neueres Outlook new new 2 final gibt (</sarkasmus>).

Workaround #2: Auf eine funktionierende Version downgraden.

Um auf die (bekannt funktionierende) Version 2512 (Build 19530.20184) zurückzuspringen, öffnet man eine Eingabeaufforderung „als Administrator“ und sagt dem Click-to-Run Client das man ein bestimmtes Image starten möchte:

"%programfiles%\Common Files\Microsoft Shared\ClickToRun\officec2rclient.exe" /update user updatetoversion=16.0.19530.20184

Dann deaktiviert man in einer Office-App unter Datei > Office-Konto > Updateoptionen auswählen > „Updates deaktivieren“ die erneute Aktualisierung.

⚠️ Updates, auch Sicherheitsupdates, bleiben dann abgeschaltet. Das sollte keine Dauerzustand sein. Microsoft meint, das man zum „10. März“ Updates erneut versuchen soll. Vielleicht ist der Fehler ja dann behoben.

Windows 11 automatische Neustarts (Reboot) verhindern

Windows 11 startet im „Normalfall“ nach Fehlern (und Installationsfehlern bei Windows-Updates) automatisch den Computer neu. Irritierenderweise startet der Computer auch neu, wenn man „Update installieren und Herunterfahren“ auswählt, aber das ist ein anderes Thema.

Möchte man die automatischen Fehler-Reboots verhindern, bleiben eigentlich nur die Gruppenrichtlinien. Hat man grade keine Domäne oder GPEDIT zur Hand, tut es diese Pro-Maschine einstellung:

  • Einstellungen öffnen (Win+I)
  • Links auf „System“ > in der Mitte auf „Info“ > Erweiterte Systemeinstellungen
    • Bis 25H2 konnte dieses Fenster noch mit Win+Pause geöffnet werden
  • In diesem Fenster („Systemeigenschaften“) auf den Tab „Erweitert“ wechseln
  • Unten im Abschnitt „Starten und Wiederherstellen“ auf den Button „Einstellungen“
  • Das Kontrollkästchen „Automatisch Neustart durchführen“ entfernen

Ebenso irritierend ist, dass diese Einstellung erst nach einem Reboot aktiv wird …

Alle Systemvariablen in der PowerShell anzeigen

Mein Hand->Stirn*klatsch* Moment des Tages war grade, als ich (nach viel zu viel googlen) realisierte, dass man nicht alle PowerShell Systemvariable auswendig können muss.

Genau wie die Registry, das Filesystem, Zertifikate und so weiter sind auch die (System-)Variablen ($env) ein ganz normales PS „Drive“ und dort aufzulisten und zu nutzen.

Alle Variablen auflisten

In der PS alle Systemvariablen anzeigen:

PS C:\> gci env:*

Oder etwas mehr fancyness:

PS C:\> Gci env:* | Sort-Object name

… und dann kann man die aufgelisteten Variablen verwenden. Beispielweise:

PS C:\> $env:computername