Tastenkombination, Shortcut, Hotkey für die integrierte Windows Remotehilfe (Remote Assistance)

Ein Kunde (liebe Grüße!) hat mich soeben auf diese großartige Windows 10+ Tastenkombination hingewiesen:

STRG + WIN + Q

Die Kombination öffnet sofort die Windows Remotehilfe.

Damit können Benutzer einem Admin Zugriff auf den PC gewähren, Dateien kopieren und so weiter. Wie eine kostenlose Alternative zu TeamViewer, die sowiso ins System eingebaut ist 🙂

Exchange Server Event ID 205 und Event ID 16025 mit „No DNS servers could be retrieved from network adapter 00000000-0000-0000-0000-000000000000“

Auf einem Exchange Server gib es Schwierigkeiten mit dem SMTP („451 4.7.0 Temporary server error. Please try again later. PRX2„) und es tauchen die Ereignisse MSExchange Common 205 und/oder MSExchangeFrontEndTransport 16025 mit diesem Inhalt auf:

Es konnten kein DNS-Server vom Netzwerkadapter 00000000-0000-0000-0000-000000000000 abgerufen werden

Lösung

Exchange erforderte, dass in Optionen der Netzwerkkarte der Haken bei „Adressen dieser Verbindung in DNS registrieren“ aktiviert ist.

Wenn man den Haken wieder setzt und „mal eben“ die Transporservices neu startet mag der SMTP auch wieder richtig mitspielen.

Restart-Service *transport*

Excel ändert selbstständig alle Links in Arbeitsmappen

Man speichert „jahrelang“ Excel-Dateien auf dem Netzlaufwerk, hat dort jede Menge Links auf andere (Netzwerk-)Dateien gesetzt alles funktioniert wunderbar. Doch plötzlich gibt es beim Klick auf die Links nur noch Fehlermeldungen, nicht geht mehr.

Es erscheint statt der Dokumente ein „Sicherheitshinweis“ und vermeldet „Office hat ein potentielles Sicherheitsrisiko erkannt“. Außerdem sei „Dieser Speicherort ist möglicherweise nicht mehr sicher“.

Vorweg: Links in Excel-Dokumenten zu anderen Dokumenten sind (außer in Web- oder SharePoint Dateien) nicht absolut. Die Links bleiben also nicht bei dem was man manuell hinterlegt, sondern werden „verwaltet“. Excel versucht anhand eines Regelwerkes die Links „funktional“ zu halten und ändert beim Speichern gerne „mal eben“ alle Links des Dokumentes entsprechend ab.

Was ist das? Links zu Dokumenten auf Netzlaufwerken sind auf einmal „geändert“?

Das „Regelwerk“ das Excel nun dazu nutzt ist zum Glück ganz gut dokumentiert:
https://support.microsoft.com/de-de/topic/beschreibung-der-linkverwaltung-und-speicherung-in-excel-46628e8d-2cd6-db5f-3474-f8d7144b09d6

Ein wahrscheinliches Szenario das wir schon öfter gesehen haben könnte also zum Beispiel so aussehen:

  • Es gibt ein Netzlaufwerk X: das von \\Server\Share\Folder verbunden ist
  • Es gibt Links in einer Arbeitsmappe dort und das Dokument wird stets dort bearbeitet
  • Man öffnet die Datei vermeintlich von dort
  • Man speichert die Datei wieder dort
  • Oh nein! Alle Links sind geändert und stehen plötzlich auf Profilpfaden (%appdata%\local\Folder) oder dem Systemlaufwerk (C:\Folder)

Das, also der „Link-Verlust“ (das Phänomen nennt sich neudeutsch auch „Link-Loss“) passiert immer wenn:

  • Das Dokument (=der PC) zwischen durch „Offline“ war und Windows die Datei im Offlinecache bearbeitet hat. Der liegt nämlich auf c:\ (siehe CSC)
  • Die Datei mal „kopiert“ wurde, zum Beispiel auf einen USB-Stick oder den Desktop (C:\ oder f:\ …)
  • Die Datei via UNC-Pfad geöffnet wurde (\\Server\Share\Folder\Datei.xlsx)
  • Die Datei wurde automatisch zwischengespeichert (Default: 10 Minuten). Das passiert (Default) in %appdata%\roaming\microsoft\excel

In diesen Varianten findet Excel keinen Referenzort der Datei mehr zum relativen Pfad des geöffneten Dokumentes und ändert aus „Sicherheits- und Komfortgründen“ alle Pfade. Allerdings erst beim speichern, solang das Dokument noch geöffnet ist, ist die „zukünftige“ Änderung nicht sichtbar.

Lösung

Es gibt keine „richtige“ Lösung. Links in Excel-Tabellen sind supergefährlich. In dem Moment in den Man Daten (wie z.B. Links) in einer Tabellenkalukation verwendet, ist etwas schief gelaufen, Daten verwaltet man in Datenbanken (z.B. Access).

Aber: man kann das Problem etwas einzuschränken. Das geht natürlich auch per GPO.

  • „Automatisches Speichern“ komplett deaktivieren
  • Unter Optionen/Speichern -> Automatisches Speichern den standardmäßigen Speicherort auf den (relativen!!) Pfad des Dokumentes ändern. Je nach Anzahl der Netzlaufwerke ist es natürlich unsinn, bei jeder Datei den Ort immer wieder zu ändern.

Excel (und alle anderen Office-Apps) speichern alle 10 Minuten die aktuellen Dateien. Das ist auch sehr gut so, denn wenn eine Office-App mal abstürzt oder der Datei-Handle verloren geht (Standy, Docking-Station, WLAN-Wechsel, Windows-Updates, USB-Stick Backup, Netzwerktrennung …) wird man ja von der „letzte bekannte Version“ begrüßt. Selbige kommt genau daher.

Windows Treiber via PowerShell installieren (Windows Server Core)

Treiber unter Windows an der Kommandozeile erstellen

Unter Windows Server 2012R2/2016/2019/2022 Core oder dem (kostenfreien) Hyper-V-Server gibt es bekanntlich keine GUI und konsequenterweise daher auch keinen Gerätemanager. Selbiger lässt sich auch nicht immer, vor allem wenn man noch „alleine“ ist, remote ansprechen. Wie kann man also da jetzt Treiber installieren/aktualisieren/entfernen? Also wie bekommt man Treiber auf einen Core Server?

Das kann man zum Glück ganz gut mit der PowerShell machen; genauer gesagt mit den guten alten CMD-Werkzeugen pnputil und devcon. Selbige kann man aber aus PowerShell-Schleifen heraus komfortabel starten.

Einen Treiber installieren

Man fügt einen bestimmten Treiber mit pnputil zum Windows-Treiber Repository hinzu.

pnputil.exe -i -a <PFAD>\oemdriver.inf

Alle Treiber aus dem aktuellen Verzeichnisses (mit Unterverzeichnissen) installieren

Zum Beisipel aus HPE oder DELL Repositories kann man so „mal eben“ alles in einem Rutsch zu Windows hinzufügen:

Get-ChildItem -Filter *.inf -Recurse | Select-Object FullName | ForEach-Object {pnputil -a $_.FullName}

Auflisten aller 3rd Party Treiber im Repository

Zeigt, auch unter einem „normal“ laifenden Windows, alle Dritt-Treiber an.

pnputil.exe -e

Entfernen eines Treibers aus Windows

Der <NAME> des Treibers findet sich in der Ausgabe von pnputil -e unter „Veröffentlichter Name“.

pnputil.exe -d oem<NAME>.inf

User Profile Service loggt Event ID 1534 („Fehler bei der Profilbenachrichtigung …“)

Seit einem der letzten Updates von Windows 10/11 und Windows Server 2016/2019 und 2022 sehen wir auf vielen Windows-Systemen üpbermäßig viele Warnings mit der Event ID 1534 und der Quelle User Profile Service.

Fehler bei der Profilbenachrichtigung des Ereignisses Load für Komponente {B31118B2-1F49-48E5-B6F5-BC21CAEC56FB}. Fehlercode: See Tracelogging for error details.

In der Meldung wird immer die selbe Komponennte genannt: „{B31118B2-1F49-48E5-B6F5-BC21CAEC56FB}“. Das ist der „Kacheldaten-Modellserver“, der früher mal den Kachelserver zur Kachelaktualisierung für das Startmenü stellte. Den gibt es eigentlich nicht mehr – was wir als Grund für die Massen-Warnung vermuten.

Lösung

Um von den unnötigen Warnungen verschont zu werden, muss man einfach zwei Registry-Schlüssel komplett löschen.

Weil diese Key dem „TrustedInstaller“ gehören, muss man vorher den Besitz (einschliesslich untergeordneter Objekte) übernehmen.

Dann einfach entfernen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileNotification\TLD

und

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileNotification\TLD

Da es für die Besitzerübernahme von Reg-Keys kein (uns bekanntes) integriertes Kommandozeilentool gibt, ist hier leider etwas GUI-Klicken angesagt.