UltraEdit v17.30.x.x zeigt keine FTP-Ordner mehr an

Ärgerlich: ein Update von UltraEdit (v 17.30.0.1014 um genau zu sein) sorgte auf meinem heiligen persönlichen Admin-Arbeitsplatz gestern für Irritationen. Der FTP-Browser (eines meiner Lieblingsfeatures in UE) zeigte keine Ordner auf einigen FTP/sFTP Servern mehr an – Dateien ja, Ordner nicht. Die üblichen PASV-Spielereien und Server-Type-Settings blieben ohne Erfolg, also musste ich suchen. Glücklicherweise gibt es ja dieses coole Ausgabefenster für die FTP-Kommunikation.

Ultraedit listete nicht mehr den ganzen Inhalt eines remote-Folders, sondern nur LIST *.*. Folgerichtig fehlten also nahezu alle Ordner in der Übersicht. Schuld ist der neue „Display-Filter“, der im FTP-Dialog oben rechts unter dem Schließen-Kopf wohnt. Was dort drin steht wird direkt beim LIST an den Server übergeben. Inhalt entfernen und alles ist wieder beim alten.

Ich kann mir zwar auch einige sehr sinnvolle Einsatzzwecke für diesen Filter vorstellen, aber dieser willkürliche Einsatz auf meine gesammelten Zugänge (immerhin so um die 50 Stück) ist doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Danke für den Tipp an: http://www.ultraedit.com/forums/viewtopic.php?f=11&t=11631

Windows läd nur TEMP-Benutzerprofil

Aus unterschiedlichen Gründen mag Windows manchmal seine Servergespeicherten Benutzerprofile nicht mehr laden. Wirre Eventlog-Fehlermeldungen sind die Folge, von Rechten und Verzeichnissen ist die Rede. Wenn das übliche debuggen entlang dieser Meldungen nicht mehr fruchtet, hilft oft das Profil einfach zurückzusetzen:

  • PC neu starten (Wichtig um alle Zweige zu entladen!)
  • Als lokaler Administrator anmelden und das betroffene Profil komplett löschen (oder von der Maschine schieben)
  • Registry öffnen:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\ProfileList
    
  • Löschen des Unterschlüssels mit dem Namen <SID>.bak

Die <SID> ist die Sicherheits-ID (SID) des Benutzerkontos, bei dem das Problem auftritt. Der Unterschlüssel SID.bak sollte einen Registrierungseintrag ProfileImagePath enthalten, der auf den ursprünglichen Profilordner verweist, bei dem das Problem auftritt.

Wenn das Profil noch intakt und alle Rechte korrekt sind (schlimmstenfalls nochmal drüber erben und den Besitzer nicht vergessen), den key state auf „0“ setzen, das .bak entfernen (nachdem man die ID mit dem temp-profil gelöscht hat) und rebooten. NICHT ab- und anmelden, sondern rebooten (denn dann wird die profilelist erst neu geladen).

„Die Anzahl der vSphere HA-Taktsignal-Datenspeicher für diesen Host beträgt 1. Dies ist weniger als die erforderliche Menge: 2“

Vmware vSphere 5 führt den Heartbeat über den Datastore ein; genau wie im Management-Network muss auch dieser folgerichtig nun redundant ausgelegt oder angebunden sein. In kleinen Umgebungen gibt es häufiger aber nur ein SAN oder nur ein einzelnes Plattenshelf und die Warnung ist ein wenig nervig. Natürlich gibt es auch keinen (klickbaren) Schalter dafür, sondern in bester vmware-manier einen erweiterten Konfigurations-Eintrag.

Die Warnung wird entfernt durch:

  • Eigenschaften des Clusters
  • Vmware HA -> Erweiterte Optionen
  • Hinzufügen eines neuen Eintrages:

    das.ignoreinsufficienthbdatastore mit dem Wert true

 

Die vSphere Dokumentation hält diesen Eintrag natürlich auch bereit. Alle erweiterten Optionen sind Hier zu finden und alle Optionen für alle Knoten (FPM und VPXD) hier.

vSphere ESXi 5 Warnung „Die Systemprotokollierung ist auf dem Host nicht konfiguriert“

Vor allem bei von vSphere 4 oder 4.1 migrierten Hosts vergisst der ESXi5 Installer gerne mal den Syslog-Host auf den ESXi-Hosts zu konfigurieren. Dann erscheint auf jedem Hoats nach dem starten im vSphere Clients diese Warnung „Die Systemprotokollierung ist auf dem Host <hostname> nicht konfiguriert“:

 

Lösung: Den Syslog-Host (den vCenter Server) einfach nachtragen:

  • Host -> Tab: Konfiguration -> Erweiterte Einstellungen
  • In der Baumstruktur „Syslog“ aufwählen
  • In dem Feld „Syslog.global.loghost“ die Adresse des vCenter-Servers nachtragen:

    udp://<fqdn-hostname-vcenter>:514

    z.B.: udp://vcenter5.cooldomain.local:514

In der Konsole auf dem Hosts (local oder SSH) geht das natürlich auch:

esxcli system syslog config set –loghost=
udp://<fqdn-hostname-vcenter>:514

Der passende KB-Artikel dazu liegt hier.

Nach der Kennwortänderung kann ich mich nicht mehr anmelden …

So eine kleine Kennwortänderung kann zu massiven Reibereien in einem eingefahrenen Unternehmens-Abeitsablauf führen – viele Administratoren kennen die oft recht emotionalen Beschwerden der Benutzer vermutlich. Das Informationssicherheit aber ohne Kennwörter und ohne eine regelmäßige Änderung dieser Zugänge nicht zu gewährleisten ist, sollte ebenfalls klar sein (und ist sogar meistens auch die Benutzer vermittelbar). Praxis-Tipp: VORHER informieren spart hinterher gefühlte 99% der Beschwerden 🙂

Ich persöhnlich bin großer Fan der „Komplexitätsrichtlinie“ in Windows Server 2008 (und R2 natürlich). Diese schriebt vor:

Kennwort muss Komplexitätsvoraussetzungen entsprechen

Wenn diese Richtlinie aktiviert ist, müssen Kennwörter die folgenden Mindestvoraussetzungen erfüllen:

Das Kennwort darf nicht den Kontonamen des Benutzers oder mehr als zwei Zeichen enthalten, die nacheinander im vollständigen Namen des Benutzers vorkommen.
Das Kennwort muss mindestenssechs Zeichen lang sein.
Das Kennwort muss Zeichen aus drei der folgenden Kategorien enthalten:
Großbuchstaben (A bis Z)
Kleinbuchstaben (a bis z)
Zahlen zur Basis 10 (0 bis 9)
Nicht alphabetische Zeichen (zum Beispiel !, $, #, %)
Die Komplexitätsvoraussetzungen werden erzwungen, wenn Kennwörter geändert oder erstellt werden.

Diese Komplexität macht Sinn und ist logisch. Hilfreich ist für Benutzer auch oft der Tipp, das das Wort „Kennwort“ schon eigendlich unangebracht ist. Meiner Meinung nach sollte das durchaus „Kennsatz“ heissen. Einem Computer ist für einen Einbruchsversuch die vermeintliche Komplexität eines D54FG93-Kennwort nämlich völlig egal; für diesen zählt als Sicherheitsfaktor nahezu ausschlesslich die Entropie (sprich: Länge). Kennwörter wie „2Hände2Füße“ oder „8Zeichensinddoof!!“ sind tolle Möglichkeiten lange Kennwörter einfach zu merken und bei der Änderung vielleicht sogar etwas Spass zu haben. Ganz nebenbei tippen sich üblich Sätze „2Kopiedavonbitte…“ wesentlich natürlicher und schneller als „t]_Kwia0$“.

Die „üblichen“ Verdächtigen nach einer Kennwortänderung und folgenden Anmeldefehlern:

  • CAPS-Lock: Ihr Kennwort wurde vielleicht Groß/Klein invertiert?
  • NUM-Lock: Auf Notebooks ein besonderer Spass. je nachdem wo der Hersteller seinen Pseude-Nummernblock auf die QWERTZ-Tasten (doppelt-) belegt hat, ist die Kennwortsuche ein spannendes vergnügen. Ein guter Indikator für eine solche Konstellation: „Auf meinem PC kann ich mich anmelden, auf den Notebook nicht“. Oder „Auf meinem Notebook klappt alles, aber das Android|iPhone|WinMobile nicht…“.