Fehler 0x00000002 und 0x00000006 bei der Verbindung von freigegebene Druckern

Problem

Ein Benutzer (ob Admin oder nicht spielt keine Rolle) versucht einen ganz normal freigegebenen Netzwerkdrucker auf einem Client (Windows 7/8, Server 2008+) zu verbinden. Der Drucker verbindet nicht, dafür gibt es die Fehlermeldung „Der Drucker konnte nicht erbunden werden“. Ein Klick auf „Details“ verrät noch „0x00000002“. Je nach Windows-Version auch eventuell ein Error: 0x00000002 – ERROR_FILE_NOT_FOUND.

Lösung

druckerspooler-0x00000002

Auf dem Client, also der Maschine, die den Drucker verbunden bekommen soll – egal ob Windows-Client oder Terminalserver – ist vermutlich der PrintServer-Schlüssel in der Registry irgendwie … unstimmig. Das kann dirch Server-Effekt, Treiberupdates oder dunkle Updatemagie passieren.

In dem Schlüssel

HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Print\Providers\
Client Side Rendering Print Provider\Servers

Einfach den Printserver mit dem Fehler komplett löschen. den ganzen Schlüssel einschliesslich aller unterschlüssel. Dann auf dem client den Druckerspooler ‚(„Druckerwarteschlange“) neu starten und den Drucker (jetzt fehlerfrei) neu verbinden.

Adobe Reader X/XI/DC „Zugriff verweigert“ beim öffnen von PDF-Dateien von Netzlaufwerken/UNC-Pfaden

Problem

Nach der Installation/Update auf den total tollen neuen Adobe Reader X/XI/DC passiert es schon mal, daß man beim öffnen einer PDF-Datei von einem Netzlaufwerk oder einem UNC-Pfad aus die Meldung „Beim Öffnen dieses Dokuments ist ein Fehler aufgetreten. Zugriff verweigert.“ zu sehen bekommt.

Lösung

Schuld ist der total großartige und vollkommen unsinnige „geschützte Modus“ im Adobe Reader. Dieser schützt zwar äußerst effektiv vor allen Angriffen durch manipulierte PDF-Dateien – allerdings durch das rigorose Blockieren sämtlicher Dateizugriffe *facepalm*.

GPPAchtung: Es ist mindestens Version 10.1.0+ erforderlich, andernfalls greift die Einstellung nicht. Das ist ein BUG im Adobe Reader, keine falsche Konfiguration eines Admins.

Also: Immer vorher die aktuelle Version herunterladen.

Es hilft in der Regel, den geschützten Modus beim Start des Readers zu deaktivieren. Die Option findet man über die GUI unter Bearbeiten – Voreinstellungen – Allgemein.

Alternativ lässt sich die Einstellung auch via GPO/Registry verteilen:

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Adobe\Acrobat Reader\10.0\Privileged]
"bProtectedMode"=dword:00000000

 

Adobe Reader XI (Readr 11) GPO-Templates (ADM/ADMX) download

Nach dem Import der ADM(x)-Dateien des Adobe Readers in die entsprechenden Verzeichnisse (Tipp: Use the Central Store, Luke)  stehen im GPO-Editor bei der Computer- und Benutzerkonfiguration unter Administrative Vorlagen => Adobe Reader XI eine ganze Reihe spannender Optionen zur Verfügung, die den Reader steuern können. Leider ist die Auswahl dr Optionen nicht so groß wie bei einem eigenen Paket aus dem Customization Wizard, daher wird der clevere Admin auf eine Kombination aus beidem setzen.

Die ADM(x)-Templates für den Adobe Reader 11 lassen sich hier direkt herunterladen:

ftp://ftp.adobe.com/pub/adobe/reader/win/11.x/11.0.00/misc/ReaderADMTemplate.zip

Standart Systemgruppenrichlinien Vorlagen aus der Gruppenrichtlinienverwaltung verschwunden

Problem

gruppenrichtlinien-vorlagen-wegNach der Umstellung auf einen Central Group Policy Store sind die Standard-Systemvorlagen („Windows Komponenten“, „Systemsteuerung“, „System“ und so weiter) aus dem Gruppenrichtlinieneditor verschwunden. Nur noch die zentralen Vorlagen (meistens die Office-GPOs) sind nich sichtbar.

Lösung

Vom jeweils aktuellsten Server-Betriebssystem die Gruppenrichtlinienvorlagen und deren Übersetzungsdateien von %windir%\PolicyDefinitions in den neuen Central-Store kopieren. Auf einem DC liegt dieser in %windir%\SYSVOL\sysvol\pflitsch.de\Policies\PolicyDefinitions. Nach einem Neustart des Editors stehene die Vorlagen wieder alle wie gewohnt zur Verfügung.

Google Startseite wird im IE11 erst beim zweiten Versuch geladen

Problem

Wenn im Netzwerk ein Proxy-Server genutzt wird, wird Google erst „beim zweiten Versuch“ geladen. Das tritt besonders Produkte auf, die auf dem OpenSource Proxy Server Squid basieren. Der Fehler ist erst ab Internet Explorer 11, besonders unter Windows 8/8.1, zu beaobachten.

ie11-seite-kann-nicht-angezeigt-werdenWird die Seite neu geladen (F5), wird Google korrekt anzeigt.

Lösung

Die Ursache dieses Phänomens ist, das die meisten Proxy-Lösung die properitäre Google-Erweiterung von HTTP „SPDY“ nicht unterstützen. So auch Squid – die Entwickler wollen erst die fertige Version von HTTP2.0 implementieren, die SPDY in weiten Teilen ähnelt.

ie11-google-spdyIn den Internet Explorer 11 Einstellungen findet sich der entsprechende Parameter zu SPDY:

ie11-spdy-abschaltenWird der Haken bei “SPDY/3 verwenden” entfernt, funktioniert der Aufruf von Google sofort beim ersten Versuch – auch als Startseite.

Zuständig ist der Registry-Schlüssel

HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings

Dort gibt es einen DWORD-Wert namens “EnableSPDY3_0” der mit dem Wert “0” versehen erstellen SPDY abschaltet.

Die SPDY-Einstellung lässt sich natürlich auch via GPO (Preference) regeln:

Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Internet Explorer\Internetsystemsteuerung\Seite „Erweitert“\Für Internet Explorer die Verwendung des SPDY/3-Netzwerkprotokolls zulassen

Mit dieser Richtlinieneinstellung wird festgelegt, ob von Internet Explorer (ab 11) das SPDY/3-Netzwerkprotokoll überhaupt verwendet wird.