An diesem Phänomen habe ich jetzt eine ganze Weile gebastelt – aber ich bin zufrieden mit der Lösung 🙂
Problem: Umlaute in Dateinamen werden Unter Windows anders angelegt als unter Linux (Shell/Konsole/X) und noch anders unter DOS. Einen brauchbarer Fileserver mit Umlauten in Dateinamen ist unter Samba praktisch nicht zu betrieben.
Lösung: Die meisten Phänomene mit deutschen Umlauten bekommt man in den Griff, indem man das Dateisystem weiterhin in UTF-8 betreibt (es gibt da die wildesten Anleitungen im Netz), aber die Umlaute durch Samba hart in Windows-Ansi (Codeseite 1252) schreiben lässt. Da Windows selber immer abwärtskompatibel zu DOS bleibt (die gute alte CP850), kann man 1252 in der Regel ohne Probleme zu Samba 3.0.3x (smb.conf) hinzufügen:
[global] unix charset = UTF-8 dos charset = cp1252
In Samba <3 lautet die Option (hier alternativ mit ISO8859-1 für Windows-ANSI):
character set = ISO8859-1
Ein schnelles
/etc/init.d/smb reload
läd die Config im laufenden Betrieb auch neu und alles ist gut.
Achtung – Bestehende Dateien werden dadurch natürlich nicht verändert. Schon geschriebene Umlaute bleiben so wirsch wie sie sind. Das gilt auch nur für den Zeichensatz CP1252, also nicht für den ganzen UTF-8 Zeichenraum. Da wird es so auch weiterhin diese lustigen Codierungsfehler geben.

Bestehende falsche Umlaute im Dateinamen nachträglich (bulk) korrigieren
In der Shell kann man solche falsch benannten Dateien natürlich einfach einzeln umbenennen; zum Beispiek mit mv (oder dem rename-alias):
mv seltsamezeichen???.txt seltsamezeichenÄÖÜ.txt
Das Fragezeichen ist hier der Platzhalter für ’nur ein Zeichen, aber jedes‘. Achtung beim Escapen von Leereichen ( ), hier habe ich mich auch schon ein paarmal „Ganz sch?n ge?rgert.txt“ weil ich einen Backslash an der falschen Stelle eingebaut hatte.
Lösung: Bulk umbenennen mit „convmv“. Das ist bei allen großen Distributionen dabei oder im Repository (warum wohl?) und funktioniert so:
convmv -f iso-8859-15 -t utf-8 --notest /foo/bar
Damit werden in /foo/bar alle Dateinamen von ISO-8859-15 nach UTF-8 konvertiert. Mit -r geht das natürlich auch rekursiv.
Das CTR-Office ist eine virtualisierte und streamingfähige Version von Office. An sich eine ganz nette Erfindung für Endanwender, in größeren Netzen oder für Patch-bedachte Netzteilnehmer aber eher unbrauchbar. Leider scheint die Deinstallation ähnlich virtuell stattzufinden wie die Ausführung, sprich die Deinstallation funktioniert nur in den seltensten Fällen fehlerfrei (ich persönlich habe noch keine einzige funktionierende Deinstallation gesehen).
Redundante DHCP-Server sind eine feine Sache. Microsoft geht sowas gerne mit der 70/30 Methode an, andere Hersteller haben andere Zahlen – nutzen aber die selbe Technik. Die Proportionen sind natürlich jeweils anpassbar, die Taktik aber gleich: Man baut einfach identische DHCP-Server, schliesst aber jeweils die Hälfte der Adressen (oder 70% und 30%) von der Verteilung pro Server aus. Funktioniert gut, ist aber nicht die performateste Möglichkeit – und löst das Problem der Reservierungen nicht. Reservierungen müssen jeweils auf beiden (oder mehr) Servern angelegt werden, sonst endet ein Client gerne mal mit einer falschen (oder vermeintlich reservieren) Adresse.