Windows 10 1709 ADMX Ressourcendatei (ADML) nicht gefunden

Problem

Der Gruppenrichtlinieneditor zeit iele GPOs nicht mehr an, sondern stattdessen diesen Fehler:

Für Datei "\\<DC-NAME>\SysVol\<DOMAENE>\Policies\PolicyDefinitions\CcmUsrCse.admx" konnte keine geeignete Ressourcendatei gefunden werden (Fehler = 3): Das System kann den angegebenen Pfad nicht finden. 
Das Richtlinienpräsentationselement "CSE_NOBACKGROUND" auf das in Präsentation "CSE_Drives" verwiesen wird, ist nicht vorhanden. Datei \\<DC-NAME>\SysVol\<DOMAENE>\Policies\PolicyDefinitions\GroupPolicyPreferences.admx, Zeile 334, Spalte 70

Der Fehler tritt auf, nachdem man in einem Group Policy Central Store die Gruppenrichtlinienvorlagen (ADM/ADMX) von Windows 10 auf die aktuelle Version 1709 aktualisiert hat, oder nur das aktuelle Paket installiert.

Lösung

Es fehlt in dem ADMX-Paket eine (deutsche) Übersetzung einer Ressourcendatei. Microsoft hat in dem deutschen 1709er ADMX-Installer-Sprachpaket (de-DE) die „CcmUsrCse.adml“ Übersetzungsdatei vergessen. In 1703 ist diese noch vorhanden (und unverändert). Es hilft sofort, diese Datei aus dem englischen Ordner (en-US) von 1703 dazuzukopieren.

  1. Das „Administrative Templates (.admx) for Windows 10 Fall Creators Update (1709) – Deutsch“ herunterladen und „Installieren“ (sofern noch nicht geschehen)
  2. Das „Administrative Templates (.admx) for Windows 10 Creators Update (1703) – Deutsch“ herunterladen und „Installieren“ (sofern noch nicht geschehen)
  3. Aus dem Ordner <1703ADMX>\PolicyDefinitions\en-US die Datei CcmUsrCse.adml nach <1709ADMX>\PolicyDefinitions\de-DE kopieren
  4. Den <1709ADMX>\PolicyDefinitions Ordner verwenden, zum Beispiel für die aktualisierung des Cenral Store.

Wenn man schon einen Central Store verwendet:

  • Die CcmUsrCse.adml aus dem 1703er \PolicyDefinitions\en-US Ordner nach de-DE kopieren.

Windows 10 Jumplist (Sprungliste oder „Zuletzt verwendet“) Anzahl der Einträge anpassen

Zum Beispiel für RDP-Verbindungen hilfreich

Die Jumplists oder „Sprunglisten-Elemente“ in der Taskleiste von Windows bietet bei einem Rechtsklick die Ansicht der zuletzt verwendeten Dokumente/Dateien/Aktionen. Eine einfache und schnell Hilfe – finden wir auch gut. Standardmäßig werden hier leider nur zehn Einträge angezeigt und man kann die Einstellung leider nicht mehr ändern. Wie macht man die Sprungliste größer?

Unter Windows 10 (1607, 1703, 1709) höher wurde die „Anzahl Sprunglistenobjekte“ entfernt, aber dieser Trick klappt noch.

In der Registry unter HCUSER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Advanced ist der DWORD-Wert (Dezimal!) des Eintrages „JumpListItems_Maximum“ dafür verantwortlich.

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Advanced]
"JumpListItems_Maximum"=dword:00000016

Und schon gibt es wieder 20 Einträge. Oder mehr.

Der ursprüngliche (generierte) Name eines Windows-PCs

Es ist leider nicht möglich, den ursprünglichen Namen einer Windows-Maschine herauszufinden, zum Beispiel den pseudeozufällig genrierten Namen von der Installation. Es gibt in Windows auch keine „Historie“ aller Hostnmane oder ähnliches.

Aber der jeweils letzte Hostname der Windows-Installation kann in diesem Registry-Schlüssel nachgeschlagen werden:

HKLM\Software\Microsoft\SchedulingAgent\OldName

Windows 10: „Fehler bei der Anmeldung mit dem Benutzerprofildienst. Das Benutzerprofil kann nicht geladen werden“

Problem

Nach einem Update/Upgrade können sich neue Benutzer nich mehr an diesem PC anmelden. Es erscheint die Fehlermeldung „Fehler bei der Anmeldung mit dem Benutzerprofildienst. Das Benutzerprofil kann nicht geladen werden.„. Danach wird der Benutzer sofort wieder abgemeldet. Administratoren können sich anmelden, jedoch bekommen diese entweder kein Startmenü oder nur einen schwarzen Bildschirm.

Lösung

Ein Update auf Windows 16xx macht das manchmal; es git dann einen lokalen Link-Loop in den Profil der die Kopie für frische Benutzer erfolgreich verhindert. Der UserprofileServer versucht das dreimal und bricht dann ab.

Das „Default“ Userprofile ist defekt und es muss durch eine saubere Kopie von einem funktionierenden Windows 10 System ersetzt werden.

  1. Alle Benutzer von dem Zielsystem abmelden (damit der Profildienst nichts mehr blockt)
  2. Remote: Das Default-Profil umbenennen. Nicht löschen, das geht wegen des Loops nicht fehlerfrei.
    •  \\<ZIELPC>\Users\Default -> Default.doof
  3. Ein „sauberes“ Default-Profil von einem funktionierenden Windows 10 mit Windows in eine ZIP-Datei packen
  4. Die ZIP-Datei nach \Users entpacken

Fertig. Danach funktionert die Anmeldung neue Benutzer sofort wieder.

Exchange 2013/2016 IMAP funktioniert nicht mehr (MSExchangeIMAP4 Event 1011)

Problem

Auf einem Exchange 2013/2016 funktioniert IMAP „auf einmal“ nicht mehr. Alle IMAP-Verbindungen brechen sofort ab. Eine TCP-Verbindung wird zwar hergestellt, jedoch kommt es zu keinem Nachrichtenaustausch und die Verbindung wird sehr schnell wieder beendet. IMAP-Tools an der Kommandozeile geben den „Error: ReadLine“ zurück, also „keine Daten erhalten“.

Zudem wird (oder wurde …) im Ereignisprotokoll das MSExchangeIMAP4 Ereignis 1011 protkolliert.

Lösung

In diesem Fall war der interne IMAP-Proxy für den Frontendserver ausgeschaltet. Die Ursache dafür haben wir noch nicht gefunden, aber es kommen Updates (CU) und gehäufte Verschlüsselungsfehler bei IMAP-Verbindungen in Frage.

Status prüfen:

[PS] C:\>Get-ServerComponentState -Identity <SERVERNAME>

Im Fehlerfall ist der Proxy hier als „inactive“ zu sehen. Dann werden keine Mails ausgetauscht.

Status ändern:

[PS] C:\>Set-ServerComponentState -Identity <SERVERNAME> -State Active -Requester HealthAPI -Component ImapProxy

Danach klappt’s sofort wieder.

Veraltete Computerkonten im Active Directory finden

Problem

Eine wiederkehrende und frustrierende Verwaltungsaufgabe für das Active Directory ist, alte Computerkonten (Server, Desktop-PCs, Laptops … ) sauber zu entfernen. Viele Admins fügen eigentlich immer nur hinzu, alte Konten werden nicht aufgeräumt. Einen eingebauten Automatismus dafür gibt es nicht.

Ein Blick auf die Registerkarte „Objekt“ eines Computerkontos zeigt zwar, wann die Update-Sequenznummer (USN) aktualisiert wurde, aber nicht wann sich der Computer das letzte mal bei der Domäne angemeldet hat.

Lösung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um festzustellen, ob ein Computerkonto in Active Directory veraltet ist. Der empfohlene („Best Practice“) Ansatz besteht darin, eine Richtlinie für Ihre Active Directory-Domäne einzurichten, in der die Regeln erläutert werden. Das Problem dabei sind aber remote-Systeme, wie zum Beispiel ein Laptop, wo der entsprechende Benutzer in der Lage ist, alles zu tun, was er über eine Webanwendung benötigt.

Inaktive Computer im AD mit dsquery suchen

C:\> dsquery computer -inactive <WOCHEN>

Der Befehl wird so für die gesamte Domäne (des ausführenden Computers) ausgeführt. Einschränkungen sind aber möglich:

C:\> dsquery computer OU=Hiersuchen,DC=domain,DC=local -inactive <WOCHEN>

Leider kann dsmove nicht mit dieser Liste direkt gepiped werden, da ist die Powershell etwas komfortabler. Um also ältere Computer in eine eigene OU zu verschieben, ist an der CMD-Shell ein Dreizeiler erforderlich:

dsquery computer -inactive <WOCHEN> > liste.txt
FOR /f %%i in (liste.txt) do dsmove %%i -newparent OU=<INACTIVE-OU>,DC=domain,DC=local
del liste.txt

 

 

Inaktive Computer im AD mit der PowerShell suchen

Das geht sogar in Tagen, nicht nur in Wochen. Dafür muss die Variable entsprechend geändert werden (-60).

PS C:\> $then = (Get-Date).AddDays(-60)
PS C:\> Get-ADComputer -Property Name,lastLogonDate -Filter {lastLogonDate -lt $then}

Die ausgegebenen Objekte lassen sich so direkt weiterpipen.

Mehr Beispiele an der Powershell

# Ausgabe veralteter Computerkonten als halbwegs sinnvolle Liste
PS C:\> Get-ADComputer -Property Name,lastLogonDate -Filter {lastLogonDate -lt $then} | Sort-Object -Property "lastLogonDate" | FT Name,lastLogonDate
# Veraltete Computerkonten im AD deaktivieren
PS C:\> Get-ADComputer -Property Name,lastLogonDate -Filter {lastLogonDate -lt $then} | Set-ADComputer -Enabled $false
# Veraltete Computerkonten im AD löschen
PS C:\> Get-ADComputer -Property Name,lastLogonDate -Filter {lastLogonDate -lt $then} | Remove-ADComputer

 

Windows 10 Store Apps im Autostart ausführen oder auf Desktop verknüpfen

Nach einiger Verwirrung wie das wohl in der schönen neuen App-Welt geht, wissen wir jetzt wie man unter Windows 10 und Server 2016 Verknüpfungen zu Apps erstellen kann. Ob diese Verknüpfung auf dem Desktop, im Autostart oder woanders hin soll, ist egal – Verknüpfung ist Verknüpfung.

  1. Dieser virtuellen „Application Folder“ Ordner öffnen (Start > Ausführen). Der enthält alle Store-App Links:
    %windir%\explorer.exe shell:::{4234d49b-0245-4df3-b780-3893943456e1}
  2. Verknüpfung von hier aus an den gewünschten Ort erstellen

Den Autostart-Ordner erreicht man übrigens schnellstmöglich auf die selbe Art und weise über die URL

shell:startup

 

Outlook: Hart gelöschte Element außerhalb von „Gelöschte Elemente“ wiederherstellen (z.B. Posteingang)

Problem

Manchmal hat man ein Element in Microsoft Outlook „hart gelöscht“ (dauerhaft gelöscht) und möchte dieses trotzdem wiederherstellen. Wir flinken Admins haben das Problem manchmal bei einem vorschnellen „Shift+Del“ im Posteingang (=“endgültig löschen“). Das klappt aber nicht.

Wenn man vor dem endgültige löschen Elemente nicht in den Ordner Gelöschte Objekte verschiebt, werden diese Elemente (standartmäßig) dauerhaft am Dumpster vorbei wirklich gelöscht. Daher klappt die Wiederherstellung mit „Gelöschte Elemente wiederherstellen“ dort auch nicht.

Lösung

Standardmäßig ist die Funktion „Gelöschte Objekte wiederherstellen“ nur auf dem Ordner „Gelöschte Objekte“ in persönlichen Ordnern des Benutzers aktiviert. An anderen Orten gelöschte Elemente können nicht wiederhergestellt werden.

Man kann das Verhalten ändern

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection]
"DumpsterAlwaysOn"=dword:00000001

Danach Outlook neu starten, fertig.

Als Downloads

Mehr Hintergrundinformationen dazu: https://support.microsoft.com/de-de/help/246153