SonicWall VPN verbindet sich nicht „IKEv2 Initiator: Proposed IKE ID mismatch“

Auch nach vielfacher Kontrolle der IKE Proposals (IKEv2 in diesem Fall), lässt sich ein VPN-Tunnel manchmal partout nicht aufbauen. Das ist uns ein paar mal bei Gegenstellen von Palo Alto begegnet – was aber Zufall sein mag. IPSEC Implementierungen gibt es viele. Auf der Lokalen Seite waren es verschiedene Setups, darunter Lancom, SonicWall, Sophos und ein nativer strongSwan.

Der Tunnelaufbau scheitert direkt in Phase 1, nachdem die Encryption Proposals akzeptiert wurden:

Message: IKEv2 Initiator: Proposed IKE ID mismatch
Notes:VPN Policy: POLICYNAME; id <IP>, does not match peer IKE id in policy

Lösung

Die lokale und remote IKE ID müssen vom Typ IP(v4) sein und eine IP(v4) Adresse enthalten.

RFC 7296 definiert für IKEv2 sieben verschiedene ID Typen (Peer ID / Local ID). DArunter FQDN, ASN Identifier, IPv6 und weitere. Aber es gibt einen spannenden „should“ Passus, der die Kompatibilität der Verhandlung potenziell einschränkt:

To assure maximum interoperability, implementations MUST be configurable to send at least one of ID_IPV4_ADDR, ID_FQDN, ID_RFC822_ADDR, or ID_KEY_ID, and
MUST be configurable to accept all of these four types.
Implementations SHOULD be capable of generating and accepting all of these types.

Genau das macht Palo Alto nicht: Die (heute) aktuellen Geräte unterstützen nur einen einzigen Typ: IPv4 (einzelne IP-Adresse). Ob das ein RFC-Verstoß ist, ist eine Frage der Rhetorik, denn die Typen „sollen“ ja auch nur unterstützt werden. MÜSSEN konfigurierbar sein (unserer Ansicht nach auch eher zweifelhaft), SOLLEN aber gesendet und empfangen werden können.

Alle anderen Typenkombination (die wir ausprobiert haben) scheiterten. Auch wenn das ID-Feld in Panorama wie ein „String“ Feld aussieht und sich (eingabetechnisch) auch so verhält – der Typ der im IKE-Paket ausgegeben wird, ist immer „IP“. Stell man beide Seiten auf IP, geht der Tunnel (mit diesem Fehler) sofort auf.

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