PowerShell installation von NuGet schlägt fehl („Es kann kein Download von URI…“)

Problem

Für viele Dinge in der PowerShell, beispielsweise auch das MSOnline Modul, wird der NuGet Paketmanager benötigt. Die Module wissen das normalerweise auch und wollen diesen gleich mitinstallieren. Dieser vorgang schlägt aber recht oft fehl:

PS C:> Install-PackageProvider -Name NuGet -MinimumVersion 2.8.5.201
WARNUNG: Es kann kein Download von URI "https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=627338&clcid=0x409" nach "" durchgeführt werden.
WARNUNG: Die Liste der verfügbaren Anbieter kann nicht heruntergeladen werden. Überprüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Install-PackageProvider : Für die angegebenen Suchkriterien für Anbieter "NuGet" wurde keine Übereinstimmung gefunden. Der Paketanbieter erfordert das PackageManagement- und
Provider-Tag. Überprüfen Sie, ob das angegebene Paket über die Tags verfügt.
In Zeile:1 Zeichen:1
Install-PackageProvider -Name NuGet -MinimumVersion 2.8.5.201
~~~~~~~~~~~~~ CategoryInfo : InvalidArgument: (Microsoft.Power…PackageProvider:InstallPackageProvider) [Install-PackageProvider], Exception
FullyQualifiedErrorId : NoMatchFoundForProvider,Microsoft.PowerShell.PackageManagement.Cmdlets.InstallPackageProvider

Lösung

Eine funktionierende Internetverbindung vorausgesetzt, liegt es vermutlich an dem „Upgrade“ des Azureedges, der den Lookup-Provider stellt (onegetcdn.azureedge.net/providers). Der Endpunkt lässt seit etwa April 2020 keine TLS1.0 Verbindungen mehr zu und wurde auf „TLS1.2 min“ konfiguriert. Die PowerShell (<14393.3474) spricht per Default aber nur TLS1.1.

Dieser PS-Befehl stellt die PowerShell ebenfalls auf 1.2 um:

[Net.ServicePointManager]::SecurityProtocol=[Net.SecurityProtocolType]::Tls12

Danach funktioniert sofort der Modulinstaller wieder – und alles andere auch.

„Die Druckereinstellungen konnten nicht gespeichert werden.“ Dieser Vorgang wird nicht unterstützt.

Auf Windows Druckserver schlägt es manchmal fehl, den Treiber eines Druckers zu aktualisieren oder neu zu installieren. Die Einrichtung läuft scheinbar zuerst fehlerfrei durch, doch nach dem „OK“ Klick am Ende erschient die Fehlermeldung „Die Druckereinstellungen konnten nicht gespeichert werden. Dieser Vorgang wird nicht unterstützt.“

Lösung

Abhilfe schafft es, die Option „Drucker freigeben“ aus- und wieder ein zu schalten.

Bevor der Treiber geändert werden kann, muss die Freigabe des Druckers aufgehoben werden, nach der Aktualisierung kann der Haken wieder rein.

Im neuen Edge Browser PDF-Dateien nicht mit dem integrierten Viewer öffnen, sondern mit einer externen Anwendung

Unter Windows 10 werden PDF-Dateien Standartmäßig im neuen Edge geöffnet. Auch in Webseiten verlinkte PDFs werden stets im Browser integriert geöffnet. Leider scheint der interne Betrachter des öfteren Problem mit dem Druck von PDF-Dateien zu haben (vor allem seit dem großen Update 2004) und stellt auch sonst nicht alle PDF-Features fehlerfei dar.

So aktiviert man externe PDF-Tools in Edge, wie den Adobe Reader

Auf das „…“ Menü klicken > Einstellungen

Dann unter den „Webseitenbrechtigungen“ auf „PDF-Dokumente“ und den Schalter von „PDF-Dateien immer extern öffnen“ nach rechts („ein“) schieben.

Schon werden beim nächsten öffnen alle PDFs an den In den Windows-Einstellungen konfigurierten Betrachter weitergereicht.

Windows Server 2019 „Einstellungen“ geht nicht (mehr) auf

Ich hatte grade auf mehreren Maschienen den überaus ärgerlichen Effekt, das die „Einstellungen“ App nicht mehr freiwillig aufgehen wollte. Ich konnte auf das Zahnrädchen im Startmenü klicken so oft ich wollte, es passierte nichts. Es ging auch überhaupt keine Settings-App mehr aus, auch über den Desktop oder den Defender nicht.

Lösung

  1. PowerShell (oder CMD) „als Administrator“ starten
  2. start ms-settings: (mit dem Doppelpunkt am Ende)

Es hat einen Moment gedauert, aber „Einstellungen“ ist dann fehlerfrei gestartet und funktioniert seitdem wieder einwandfrei.

Was die wirkliche Ursache davon ist weiß ich nicht und ich kann auch nicht sagen ob das die totale Lösung für alle Fehler dieser Art ist; aber in diesem (überaus nervigen) wars sehr hilfreich.

Windows Server RRAS VPN mit NPS Einstellung „IP Filter“ fehlt (in der Konsole)

Problem

Die Einstellung „IP-Filter“ fehlt in der NPS-Konsole 😱

Lösung

Die Konsole „Als Administrator“ starten 💩 Hint: Das geht auch nicht aus de RRAS-Konsole heraus. Dieser Inkonsistente Mist kann einen Admin Wahnsinnig machen 🤪

„GParted Bug: Eine Partition kann nicht (xxx) nach dem Ende des Laufwerks enden (%2)“

Problem

GParted beschwert sich bei der Anpasung von Partitionsgrößen: „GParted Bug: Eine Partition kann nicht (xxx) nach dem Ende des Laufwerks enden (%2)“

Die gleiche Meldung gibt es auch auf Englisch: „GParted Bug: A partition cannot end after the end of the device (%2)“

Das tritt beim resizing oder verschieben einer Partition auf, obwohl noch genug Platz da ist und das Ende des Laufwerks noch nicht erreich scheint.

Lösung

Der Fehler (Bug) liegt in der Berechnung der Partitionsgrenzen bei der Verwendung des Binärpräfixe gemäß IEC (MiB/KiB …). Man stelle den Dialog also einfach einfach auf „Zylinder“ (Cylinder) um, schon funktioniert die selbe Operation fehlerfrei.

Windows Server 2016/2019 RDS (extrem) langsame Benutzeranmeldung

Gewisse „Eigenheiten“ in den Windows Server 2016/2019 RDS Diensten (früher „Terminaldienste“) reißen nicht ab.

Problem

In vielen Setups klagen Benutzer, wie Administratoren, über sehr langsame Anmeldevorgänge. Man nur einen schwarzen Bildschirm mit seiner Maus darauf und wartet lange bis der Desktop erscheint.

Das können 20 Sekunden sein, wir haben aber auch bis zu 4 Minuten (!) gesehen. An der Leistung der Maschine liegt es nicht.

Der gemeinsame Nenner scheint aber der Einsatz der Sessionhost-Rolle zusammen mit dem Broker/Gateway zu sein und -vor allem- die „User Profile Disks“. So sinnvoll die Erfindung der Benutzereigenen VHDX-Festplattencontainer auch erscheinen mag, der Einsatz der Profilplatten scheint den Anmeldezeit extrem zu verlängern.

Lösung

Es sind zwar nicht direkt die UPDs, aber eine Eigenheit des ShellExperienceHost im Zusammenhang mit der automatischen Ausführung durch den Dienst „App-Vorbereitung“ (AppReadiness). Es hilft diese Ausführung einfach zu deaktivieren:

  1. Den Dienst „App-Vorbereitung“ stoppen
    • Stop-Service AppReadiness
  2. Registry öffnen: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Appx\AppxAllUserStore\Config
  3. Dirt den Schlüssel „Microsoft.Windows.ShellExperienceHost_*******“ umbenennen (zum Beispiel ein „.backup“ anhängen oder den Schlüssel exportieren und löschen)
  4. Die „App-Vorbereitung“ wieder starten
    • Start-Service AppReadiness

Maschine rebooten und neu anmelden. Die Wartezeit sollte nun der Vergangenheit angehören.

Alternativ

Es gibt auch Software, die sich hier mit mehr oder weniger korrekten Schlüsseln verewigt. Ein Test der Schlüssel (anch und nach entfernen und die Anmeldung testen).

Besagter Dienst hat schon einige Probleme, Patches und Probleme hinter sich. Mal durch selbstgemachte Schwierigkeiten, mal durch Anpassungen Dritter. Es scheint hier zumindest größeres Fehlerpotential vorzuliegen …